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Jahreswechsel im Allgäu

Nach der gemütlichen Weihnachtsfeier im Familienkreis brechen Twolli und Betty voller Vorfreude nach Schwangau auf. Da beide dem Charme des Wintercampens erlegen sind, verbringen sie die Tage zwischen den Jahren gerne im Wohnwagen. Es geht doch nichts über den Moment, wo man mit vor Wärme dampfender Haut, nach dem Duschen, mit nackten Füssen in den Crocs zurück zum Wohnwagen stapft.

Überhaupt kann man beim Wintercampen zahlreiche Punkte der persönlichen Bucketlist abhaken. Folgende Aufzählung lässt sich beliebig anpassen und ergänzen. Über Anregungen und Tipps freuen sich Twolli und Betty.

Das Zuhausig-Gefühl

In eine warme Decke eingehüllt, das Lammfell auf dem Campingstuhl, ruht der Blick auf der kleinen Laterne, die den Schnee wie glitzernde Sterne funkeln lässt. Der heisse Glühweindampf steigt in die Nase. Pures Glück!

Die Seele baumeln lassen

Dick eingepackt (Twolli ist ein eifriger Verfechter des Zwiebelprinzips) durch die stille Winterlandschaft wandern und sich hinterher in der platzeigenen Sauna genüsslich entspannen.

ehrfürchtiges Schloss-Bestaunen

Der abenteuerliche Aufstieg zu Schloss Neuschwanstein hat sich trotz Bettys geäussertem Unmut ( höflich ausgedrückt) definitiv gelohnt. Twollis Faszination für alte Steine (wie Betty sie nennt) teilt sie zwar nicht, dennoch muss sie zugeben, dass sowohl Schloss Neuschwanstein wie auch Schloss Hohenschwangau sehr beeindruckend und imposant sind.

My Wowagen* is my castle

Im Gegensatz zu Ludwigs Schlössern ist der Wohnwagen von überschaubarer Grösse und auch wohlig warm beheizt. Das macht ihn zum idealen Rückzugsort. Drin ist es kuschelig, die Welt bleibt draussen.
Der leckere Hackfleisch-Kartoffelauflauf aus dem Omniaofen ist vertilgt, der gemütliche Filmabend kann starten.

* So nannte Betty als 4-jährige den Wohnwagen ihrer Grosseltern.


Da Twolli und Betty echte Menschen sind, verläuft natürlich nicht alles nach Plan, oder zumindest nicht nach ihrem.

Zu erwähnen wären da Bettys schlaflose Nacht, verursacht durch eine selbstgekochte Suppe mit Wienerwürstchen. Daraus folgt eine Verbannung des Wortes Wienerwürstchen aus ihrem aktiven Küchenwortschatz.

Auch der Moment, als Betty dumm aus der Wäsche schaut (wobei Wäsche in diesem Zusammenhang irgendwie nicht passt…), als ihr Badetuch in der Saunadusche nicht mehr an seinem Platz hängt, wird in Erinnerung bleiben.
Erfolglos durchkämmen Twolli und Betty die zahlreichen Reihen besetzter Liegestühle. Trotz Adlerblick und grösster Konzentration bleibt das Badetuch unauffindbar.
Saunameister der Kristall-Therme werden von Twolli eingespannt, doch irgendein dreister Saunamensch hat sich das gute Stück wohl um die nackten Lenden gebunden und ist damit verschwunden.
Noch immer fragt sich Betty, wie man denn auf so eine Idee kommt und hat dazu verschiedene Theorien entwickelt.

Theorie 1 :
Der Saunamensch wollte ursprünglich Briefmarken sammeln, hat sich dann umentschieden, sammelt nun Badetücher, da sie flauschiger sind.

Theorie 2 :
Der Saunamensch hat zu Weihnachten ein schickes Badetuch geschenkt bekommen. Damit das nicht alleine im Schrank liegen muss, hat er sich in der Sauna noch eins dazu geholt.

Theorie 3 :
Der Saunamensch heiratet in Kürze und benötigte dafür noch etwas Blaues, Altes, Geliehenes. Über den letzten Punkt lässt sich streiten, da Betty gerne ein Mitspracherecht gehabt hätte.

Nichtsdestotrotz fliegt Twolli durch diesen Vorfall eine phantastische Idee zu, die die beiden weiterverfolgen wollen.

Ein weiterer denkwürdiger Moment folgt am 1.Januar 2026
Da die weisse Schneepracht eher spärlich ausfällt (das ändert sich zum Glück am 3.Januar), müssen Twolli und Betty hoch hinaus. Sie fahren mit der Gondel auf den Tegelberg. Oben angekommen schnallen sie die Schneeschuhe an und erklimmen den Königsweg.
Unterwegs begegnen sie auf dem vereisten und stellenweise auch grünen Weg zwei Kategorien Menschen.

Passend ausgerüstet ist Kategorie 1. Mit Schneeketten an den Schuhen springen sie leichtfüssig wie Gämsen den Berg hoch.

Kategorie 2 rutscht bedingt durch normale Winterschuhe den Weg hinauf und öfters auf dem Hosenboden hinab. Es ergeben sich so einige amüsante, wenn auch nicht ungefährliche Bilder.

Twolli und Betty starten in ihrer eigenen Kategorie drei. Sie sind definitiv overdressed. Abendkleid und Krawatte wäre möglich, aber wir sprechen hier eher von den Schneeschuhen. Beide versuchen dem zeitweise gefürchigen Wurzelknacken unter ihren Schneeschuhen nicht zu viel Aufmerksamkeit zu schenken.
Jede noch so kleine weisse Stelle abseits des Weges besteigen sie voller Elan, nur um Sekunden später wieder über Stock und Stein zu wandern. Es muss wohl nicht extra erwähnt werden, dass die Schneeketten für die Schuhe nun bereits bestellt und geliefert wurden.

Rückblickend ist der Schwangauer Start ins 2026 ein königlicher, mit Pleiten, Pech und Pannen.

2026 wir sind bereit.

PS : Die Saunatheorie drei ist Bettys Favorit.

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